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Höllenschach: Häftlinge
schöpften Kraft beim königlichen Spiel
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1. Stendaler Open:
Hamburger gewinnt Premiere

Der Hamburger Rolf Menk durfte sich gestern über 550 Mark freuen. Er gewann das viertägige Stendaler Schach-Open, das seine Premiere erlebte. Damit ging auch das Preisgeld an den Norddeutschen, der als einziger Akteur in sieben Runden sechs Punkte erspielte.
Hinter ihm belegte mit Ulf Schlanke (CO Magdeburg) ein Sachsen-Anhaltiner den zweiten Rang. Er platzierte sich damit vor den höher gehandelten Johannes Arnold (Bamberg) und FIDE-Meister Michael Müller (Dresden). Achtbar schlugen sich Torsten Hansch (TuS Wahrburg) und Gerd Wiesemann (Eintracht Tangerhütte), die als Fünfter beziehungsweise Achter fünf Punkte verbuchten und somit in die "Top-Ten" kamen.
Volkmar Ahlers, der für Veranstalter TuS Wahrburg zudem die Turnierfäden in der Hand hatte, wusste angesichts seiner zusätzlichen "Regiearbeit" als Zwölfter ebenfalls zu überzeugen. "Die Altmärker haben eigentlich das gespielt, was sie können. Ihre Platzierungen gehen in Ordnung", befand Volkmar Ahlers.
Das erste Stendaler Schach-Open machte Appetit auf mehr und gab den Verantwortlichen auch Mut für eine weitere Auflage. "Ich denke, um Himmelfahrt 1998 wird es wieder ein Schach-Open geben. Wir erfuhren viel Unterstützung. So von der Sparkasse, der Metallverarbeitung, der Victoria-Versicherung sowie den Firmen Herbst und Sellhusen. Damit konnte TuS Wahrburg nicht nur ein Preisgeld für die sechs Erstplatzierten ausschütten (550 bis 100 Mark), sondern auch die besten U-20-Spieler finanziell erfreuen. Hier setzte sich Norman Schütze (Wolfen-Nord) - er wurde Gesamtsechster - vor Till Wippermann (Hannover) und Michael Zeuner (Halle) durch. Beachtlich: Der erst elfjährige Karsten Wiesemann (TuS Wahrburg) belegte unter den 52 Akteuren den 42. Platz, erspielte sich 2,5 Punkte.

(Quelle: Volksstimme vom 12. Mai 1997)

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