6. Stendaler Open: Zehlendorfer Michael Richter gewinnt zum zweiten Mal
Nach vier anstrengenden Tagen und sieben Runden stand gestern der Sieger des sechsten Stendaler Schach-Opens fest: Der Internationale Meister Michael Richter vom SK Zehlendorf wiederholte seinen Erfolg aus dem Jahre 1999 und gewann mit sechs Punkten. An Nummer vier gesetzt, war es Richter vergönnt, das sechste Stendaler Schach-Open zu gewinnen. Der Berliner brachte als erster das Kunststück fertig, das Turnier zum zweiten Mal ganz oben auf deem Siegertreppchen zu beenden - 1999 hatte er schon einmal Platz eins belegt. Vor drei Jahren allerdings war das Teilnehmerfeld ungleich schwächer. In diesem Jahr musste er sich gegen fünf weitere Internationale Meister und einen FIDE-Meister behaupten. Nur zwei Unentschieden ließ Richter zu, die anderen fünf Partien gestaltete er zu seinen Gunsten. Auf Platz zwei, mit einem halben Punkt Rückstand, kam Vladimir Poley aus Weißrusslandd ein, Dritter wurde sein Landsmann und prominentester Teilnehmer in dem 60 Spieler starken Feld, Sergey Kasparow. Er beendete das Turnier, wie die vor ihm Platzierten, ohne Niederlage. Die anderen Teilnehmer kamen auf den Rängen fünf (Virginjius Dambrauskas), sechs (Vadim Alekseev), acht (Ferenc Berebora) und neun (Boris Gruzmann) ein. Während sich die drei Erstplatzierten über ein hübsches Sümmchen an Preisgeld freuen durften (500, 300 und 200 Euro), heimste Boris Gruzmann den Preis für den besten Senioren ein und freute sich über 50 Euro. In den Genuss des Traditionspreises kam Guido Giese (Neustrelitz), bester U-20-Spieler wurde Danilo Briese (Wahrburg), erfolgreichste Frau Andrea Hauschild (Magdeburg, alle 50 Euro). Stadtrat Arno Felser spendierte noch jeweils 25 Euro für die besten Spieler in den Altersklassen U 18 (Pierre Neumann, Neustrelitz), U 16 (Vincent Schwenke, Magdeburg), U 14 (David Rickmann, Magdeburg) und U 12 (Sophie Hube, vereinslos). Simultan: Kottke schlägt Kasparow Am Freitagabend gab der prominenteste Teilnehmer des sechsten Stendaler Schach-Opens, der Internationale Meister Sergey Kasparow, in der Aula des Winckelmann-Gymnasiums eine Simultanvorstellung. 13 Schachfreeunde kreuzten die Klingen mit dem Weißrussen, der letztlich 10:3 gewann. Torsten Hansch, Peter Strittmatter, Matthias Pötter (alle TuS Wahrburg) und Mathias Kresse (Eintracht Tangerhütte) rangen Kasparow ein Remis ab. Steffen Kottke (Wahrburg) gelang es, Kasparow nach drei Stunden Spielzeit in einer von taktischen Finessen geprägten Partie, zur Aufgabe zu bewegen. (Quelle: Altmark-Zeitung vom 13. Mai 2002) |
| Partien |
| Endstand Blitz |
| Interview Kasparow |