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In der Altmark ist jetzt ein fettiger Bockwurstkrieg entbrannt. Hintergrund: Thomas Rosenhöfer (Stendaler SK) und Bodo Potratz streiten um das Urheberrecht der Bezeichnung "Bockwurstturnier". mehr>>


Höllenschach: Häftlinge
schöpften Kraft beim königlichen Spiel
Bei einem Ausflug in die Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar entdeckte ich in der ständigen Ausstellung diese beiden Schachspiele, die ehemalige Häftlinge des KZ gebastelt hatten. mehr>>






7. Stendaler Open:
 Kasparow Herr der Figuren

Open:
Damit hatte im Vorfeld niemand gerechnet: Während in den Vorjahren zwischen 50 und 60 Frauen und Männer am Stendaler Schach-Open teilnahmen, waren es bei der 7. Auflage 82 Teilnehmer. Sieger wurde Sergey Kasparow.
Dass er sich nach seinem dritten Platz im Vorjahr diesmal nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wollte beim Stendaler Schach-Open, daran ließ der Weißrusse keine Zweifel. Um sein ziel zu erreichen, musste der Internationale Meister allerdings seinen Titelkollegen und Landsmann Vadim Alekseev und den in Wolmirstedt lebenden gebürtigen Russen FIDE-Meister Boris Gruzmann hinter sich lassen. Nachdem Kasparow die ersten vier Partien gewonnen hatte, traf er in Runde fünf auf den bis dahin ebenfalls vier Punkte vorweisenden Gruzmann. Nach fast vier Stunden schaffte es Kasparow, seinen positionellen Vorteil in einen Sieg umzuwandeln und Gruzmann die einzige Niederlage des Turniers beizubringen. Das war übrigens die einzige echt ausgespielte Partie der "großen drei", denn Alekseev einigte sich sowohl mit Kasparow als auch mit Gruzmann relativ schnell auf ein Unentschieden. Wie der Sieger und der Drittplatzierte, blieb auch Guido Giese vom Märkischen SV Neuruppin als Sechster ohne Niederlage.
Die Altmärker spielten beim Kampf in der Spitzengruppe diesmal keine Rolle. Das lag nicht zuletzt auch daran, dass die Nummer eins hierzulande, Torsten Hansch, zusammen mit Lutz Ahrendt die Turnierfäden zog. Vier Tage lang Stress ohne Zeitverzögerung oder Zwischenfälle - die beiden Routiniers hatten alles bestens im Griff. Auch gab es, wie bei den meisten Open zuvor, keine Streitfälle zu schlichten.
In der letzten Runde trafen Gerd Wiesemann (Wahrburg) und Mathias Kresse (Eintracht Tangerhütte) aufeinander, um den besten Altmärker auszuspielen. Kresse hatte die Figurenaufstellung seines Gegners unterschätzt und musste nach einem durchschlagenden Figurenopfer aufgeben. Aufgrund der schlechteren Wertung - Wiesemann war punktgleich mit dem Siebenten - langte es für den Wahrburger aber leider nicht zu einem Platz unter den ersten Zehn.
Zwei weitere Spieler schafften es, sich im oberen Tabellenviertel zu platzieren. Das war zum einen Andreas Zech von Eintracht Tangerhütte, der mit 4,5 Zählern 15. wurde und nur einmal - gegen Thomas Bundrock vom USC Magdeburg - verlor. Schließlich wurde Steffen Kottke (TuS Wahrburg) durch einen Sieg in der Schlussrunde noch 20. des Endklassements.
Offene Altmarkmeisterschaften
In den vier Altersklassen U 8, U 10, U 12 und U 14 dominierte als einziger Einheimischer Karsten Hansch von TuS Wahrburg die Konkurrenz. In der Gesamtabrechnung belegte der Fünfjährige einen beachtlichen achten Platz unter 41 Teilnehmern. Sein Bruder Stephan kam auf Platz vier ein. Weitere altmärkische Teilnehmer waren in dieser Alterklasse nicht am Start. In der Altersklasse U 10 erkämpfte sich der Gardelegener Ahn Duc Nguyen mit vier Punkten den dritten Platz. Die Bittkauer Johannes Riebold und Gunnar Wende folgten mit jeweils einem Punkt Rückstand auf Nguyen. In der Altersklasse U 12 war Christian Wolff aus Bittkau der zweite Platz nicht streitig zu machen. In der Altersklasse U 14 gelang den Altmärkern nicht der Sprung aufs Siegertreppchen. Hier vermochte sich Christoph Riebold mit Rang vier am besten zu platzieren.
Den Gesamtsieg der offenen Altmarkmeisterschaften sicherte sich der Sangerhausener Christoph Günther, der alle Partien gewann.
Simultanvorstellung
Während Wahrburgs Steffen Kottke im vergangenen Jahr Sergey Kasparow im Simultanschach eine Niederlage beibrachte, scheute der Stendaler diesmal die Revanche. Dafür aber schafften Stephan und Vater Torsten Hansch, Andreas Zech und Imre Izinger ein Remis gegen den Internationalen Meister. Kasparow gewann sieben Partien. Die Simultanveranstaltung fand am Freitagabend statt und dauerte fast drei Stunden.
Blitzmeisterschaft
Er kam, sah und siegte. Sergey Kasparow gewann nicht nur das Open, sondern hatte am Sonnabend Abend auch bei der 6. offenen Stendaler Blitzmeisterschaft die Nase vorn. Der Weißrusse hatte nach der letzten der elf Partien 10,5 Punkte auf seinem Konto. Einzig dem Wahrburger Steffen Kottke, der auf Platz vier einkam, gelang es, dem Internationalen Meister ein Remis abzuringen. Platz zwei belegte Vadim Alekseev, der sich nur seinem Landsmann Kasparow beugen musste. Mathias Kresse gelang als bester Altmärker Rang drei.
Der Turniersieger erhielt ein Preisgeld von 42 Euro, Alekseev freute sich über 28 Euro, Kresse über 14 Euro. Als bester Stendaler erhielt Steffen Kottke ebenfalls einen kleinen Obulus in Höhe von 14 Euro.
Turniersplitter
Auszeichnung: Alexander Strehlow, Tobias Hampe sowie Stephan und Karsten Hansch wurden vor Beginn der vierten Runde von Turnierleiter Torsten Hansch geehrt. Grund: Sie hatten das Bauern,-Turm- und Königsdiplom des Deutschen Schachbundes abgelegt +++ Süßes: Die drei am Turnier beteiligten Damen Andrea Hauschild (Aufbau Elbe Magdeburg), Elfriede Wiebke (SV 90 Havelberg) und Gerda Strate (Gillette Berlin) erhielten von der Turnierleitung je eine Schachtel Mon Cherie +++ Pokale: Die Pokale für die drei Erstplatzierten wurden von der Altmark-Zeitung zur Verfügung gestellt +++ Verpflegung: Ob Mittagessen, Vesper oder einfach mal eine Kleinigkeit zwischendurch - "Küchenwunder" Bianca Hansch hatte alles im Griff. Und die Preise konnten sich sehen lassen. So kostete zum Beispiel eine Bockwurst mit Brot einen Euro, sämtliche Getränke waren für 50 Cent je Stück beziehungsweise Tasse zu haben. Als Dankeschön erhielt Bianca Hansch von Co-Turnierleiter Lutz Ahrendt einen Blumenstrauß +++ Spätstarter: Der Havelberger Arne Schönfeld konnte am Donnerstag und Freitag arbeitsbedingt nicht mitspielen und frage am Sonnabend an, ob eine kurzfristigte (und verkürzte) Teilnahme möglich sei. Hansch und Ahrendt zeigten sich kulant. Und Schönfeld? Der holte aus seinen drei Partien drei Punkte.

(Quelle: Altmark-Zeitung vom 3. Juni 2003)

Partien
Endstand 7. Open
Endstand Jugendturnier
Endstand Blitzturnier
Löberitzer Berichte










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