| In der Altmark ist jetzt
ein fettiger Bockwurstkrieg entbrannt. Hintergrund:
Thomas Rosenhöfer (Stendaler SK) und Bodo Potratz
streiten um das Urheberrecht der Bezeichnung
"Bockwurstturnier". mehr>> |
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Höllenschach:
Häftlinge
schöpften Kraft beim
königlichen Spiel
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| Bei einem Ausflug in die
Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar entdeckte ich in der
ständigen Ausstellung diese beiden Schachspiele, die
ehemalige Häftlinge des KZ gebastelt hatten. mehr>> |
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10. Stendaler Open: Open-Sieger kommt wieder aus dem erzgebirgischen Aue
Open
Nach Tatjana Melamed im vergangenen Jahr gewann mit Cliff Wichmann
erneut ein Akteur von Nickelhütte Aue das Stendaler Schachopen.
Die inzwischen zehnte Auflage des Turniers sah den FIDE-Meister aus dem
Erzgebirge mit 6,5 Punkten allein an der Spitze. Jewgeni Degtiarev von
Aufbau Elbe Magdeburg – im Februar noch Teilnehmer an den
Deutschen Meisterschaften in Osterburg – war es als einzigen
vergönnt, Wichmann einen halben Zähler abzunehmen. In der
letzten Runde sicherte sich der Auer dann den Turniersieg und die damit
verbundene Prämie von 350 Euro, in dem er den aus Rathenow
stammenden Walter Schatz mit den weißen Steinen bezwang. Schatz,
im vergangenen Jahr noch unter dem Namen Satc gestartet und inzwischen
eingebürgt, belegte am Ende Rang vier.
Sergei Ovsejevitsch vom SK Gau Algesheim, einziger Großmeister in
dem mit 60 Teilnehmer wieder sehr gut besetzten Feld, und an Nummer
eins gesetzt, kam auf Platz zwei ein. Zwei Unentschieden gegen
Degtiarev und Hans-Jürgen Kliewe aus Wismar brachten Ovsejewitsch
um den ganz großen Wurf. Besonders das letztgenannte Remis gab
den Ausschlag dafür, dass es nur zu Platz zwei langte, denn Kliewe
hat immerhin eine Deutsche Wertzahl (DWZ) von 2057 – mehr als 400
Punkte weniger als Ovsejevitsch. Dennoch konnte der sich am Ende
über 200 Euro freuen. Dritter wurde schließlich Degtiarev
mit fünfeinhalb Zählern. Auch er leistete sich mit einem
geteilten Punkt gegen Martin Schalk (DWZ 1989) einen „halben
Ausrutscher“.
Aus altmärkischer Sicht gelang den beiden Tangerhüttern
Andreas Zech und Mathias Kresse, die auf Platz sechs und sieben
einkamen, ein schöner Erfolg. Während sich Zech in der
letzten Runde mit seinem Gegner Alexander Heinze (Borussia
Friedrichsfelde) recht schnell auf Remis einigte, musste sich Kresse
mit dem Magdeburger Gordon André auseinandersetzen. In einer
zweischneidigen Stellung mündete die Partie in ein gleichfarbiges
Läuferendspiel, in dem jeder ein Remisangebot seines
Gegegenübers ablehnte. Was folgte, war eine hochdramatische
Zeitnotschlacht, in der André in einen Konter des
Tangerhütters lief und schließlich unterlag. Damit sicherte
sich Kresse nicht einen der vorderen Plätze, sondern machte auch
seine unglückliche Niederlage aus der ersten Runde wieder gut.
Diese Partie hatte er nämlich nach Zeit verloren. Neben zech und
Kresse sicherten sich Gerd Wiesemann (10.) und Steffen Kottke (23.)
einen Rang in der oberen Hälfte. Bester Spieler in der Kategorie
Senioren wurde Hermann Eickhoff vom SV Gifhorn. Felix Kaczmarek von den
Schachfreunden Hettstedt wurde Sieger in der U20-Wertung, Robin Jacobi
von Empor Erfurt in der Erster in der Altersklasse U16. Jeweils eine
Schachchronik, die von Steffen Kottke zur Verfügung gestellt
wurde, sicherten sich Ulrich Fitzke von Bau Union Berlin und Steffen
Heinze vom SV 90 Havelberg, die als beste Spieler mit einer DWZ unter
1800 beziehungsweise unter 1600 durchs Ziel gingen.
Bei der Siegerehrung erfuhren die Wahrburger Norbert Hartig und Imre
Izinger eine besondere Ehre. Weil beide als einzige bislang an allen
zeh Open teilnahmen, erhielten sie von den Veranstaltern Torsten Hansch
und Lutz Ahrendt einen Gutschein für das elfte Turnier im
kommenden Jahr. Bei dem dürfen sie dann startgeldfrei starten.
B-Turnier: Andreas Raub – Überraschungssieger aus Kalbe
Das B-Turnier des 10. Stendaler Schachopens, das zum zweiten Mal
ausgetragen wurde, hatte mit Andreas Raub vom VfL Kalbe einen
überraschenden Sieger. Dabei hatte es das Finish am Sonntag in
sich. Während Raub seinen Bruder Jerome bezwang und sich den
ersten Platz sicherte (100 Euro Preisgeld), musste der Zweitplatzierte
Thomas Main aus Rathenow unbedingt gegen seine Freundin Juliane
Schaumann – immerhin an Nummer zwei gesetzt – die Oberhand
behalten (allerdings nur auf dem Schachbrett!). Das tat er dann auch in
beeindruckender Manier und sicherte sich somit die 50 Euro Prämie,
die dann sicher in die Haushaltskasse wanderten. Dritter wurde Frank
Brüggemann von Aufbau Elbe Magdeburg mit 5,5 Zählern, der
sich immerhin noch über 25 Euro freuen durfte. Die Zwillinge
Karsten (5.) und Stephan Hansch (7.) setzten sich ebenfalls gut in
Szene und sammelten wertvolle Erfahrungen für die anstehenden
Wettkämpfe auf Landes- und Bundesebene. Völlig von der Rolle
dagegen war Karsten Gose (TuS Wahrburg), der als an Nummer drei gestzt
lediglich als 14. von 16 Teilnehmern ins Ziel kam.
2. Schnellschachmeisterschaft: Hansch gab sich keine Blöße
Zehn Teilnehmer kämpften am vergangenen Freitag im Rahmen der
Stendaler Schachtage den neuen Schnellschachmeister aus. Da jeder
Aktive nur 15 Minuten Bedenkzeit pro Partie hatte, war schnelles Denken
gefragt. Der an Nummer eins gesetzte Torsten Hansch (Energie Stendal)
ließ sich die Butter nicht vom Brot nehmen und hatte am Ende mit
fünf Punkten aus fünf Partien die Nase vorn. In der letzten
Runde kam es schließlich noch zu einem echten Endspiel um den
zweiten Platz zwischen Steffen Kottke (TuS Wahrburg) und Hermann
Eickhoff (SV Gifhorn). Nachdem der Wahrburger zunächst eine Figur
verlor, übersah der Gifhorner schließlich ein
einzügiges Matt und kommentierte den Ausgang der Partie mit den
Worten: „Da habe ich einige Bier verspielt“. Hintergrund:
Während der Zweite das Doppelte seines Startgeldes (zehn Euro) als
Preis erhielt, lag die Bilanz des Drittplatzierten bei Plusminus Null.
Robert Scherf und Florian Vinzelberg von den SF Turm 2000 kamen im
Endklassement auf den Plätzen vier und fünf ein.
9. Blitzmeisterschaft: Großmeister überlegen
Keinen Zweifel an seiner Überlegenheit ließ
Großmeister Sergei Ovsejevitsch bei den 9. offenen Stendaler
Blitzmeisterschaften, die am Sonnabend ausgetragen wurden, aufkommen.
Mit elf Punkten aus elf Partien landete er einen überzeugenden
Start-Ziel-Sieg in dem 24 Teilnehmer umfassenden Feld. Torsten Hansch
– frischgebackener Schnellschachmeister – wurde Zweiter,
Andreas Zech (Eintracht Tangerhütte) Dritter. Zwischen diesem Trio
gab es allerdings respektable Abstände von jeweils zwei Punkten.
Platz vier belegte Mathias Kresse (Eintracht Tangerhütte),
ebenfalls mit sieben Zählern. Zwischen Rang fünf und Rang 15
war im Prinzip alles drin. Gerade einmal ein Punkt trennte die
Konkurrenz. Weil keine Doppelpreise vergeben wurden, kam Imre Izinger
als bester Stendal in den Genuss von zwölf Euro Preisgeld. Bester
Senior wurde Horst Müller (Energie Stendal), bester U20-Spieler
Robert Scherf (SF Turm 2000) und bester U16-Akteur Karsten Hansch
(Energie Stendal). |
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