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In der Altmark ist jetzt ein fettiger Bockwurstkrieg entbrannt. Hintergrund: Thomas Rosenhöfer (Stendaler SK) und Bodo Potratz streiten um das Urheberrecht der Bezeichnung "Bockwurstturnier". mehr>>


Höllenschach: Häftlinge
schöpften Kraft beim königlichen Spiel
Bei einem Ausflug in die Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar entdeckte ich in der ständigen Ausstellung diese beiden Schachspiele, die ehemalige Häftlinge des KZ gebastelt hatten. mehr>>






11. Stendaler Open: Tatjana Melamed gewinnt zum zweiten Mal das Open

Open
Aller guten Dinge sind drei: Nach 2005 und 2006 trug auch diesmal ein(e) Spiele(in) von Nickelhütte Aue den Sieg davon. Tatjana Melamed, in Magdeburg lebende und für Aue spielende Großmeisterin, ließ der Konkurrenz beim 11. Stendaler Schach-Open keine Chance und wiederholte ihren Erfolg von 2005. Im vergangenen Jahr war sie nicht am Start, dafür sicherte sich Cliff Wichmann aus dem erzgebirgischen Städtchen die Krone des Turnierkönigs.
Zwar war die Qualität des Feldes, das von Donnerstag bis Sonntag im Landratsamt um Punkte kämpfte, ähnlich hoch wie in den vergangenen zwei Jahren, doch die Teilnehmerzahl erreichte nicht ganz die Erwartungen. Nur 51 Akteure aus ganz Deutschland gingen in diesem Jahr an den Start, 2006 waren es immerhin 60 Spieler. Dennoch fanden mit Großmeisterin Tatjana Melamed und FIDE-Meister Bernd Laubsch immerhin zwei internationale Titelträger den Weg in die Rolandstadt.
Melamed, Laubsch sowie Walter Schatz (SC Rathenow), Dr. Roubik Adibekian (PSC Hannover) und Torsten Hansch (Energie Stendal, Sieger 1998) waren auf den ersten Plätzen gesetzt und zählten daher auch zu den Favoriten. Während sie in den ersten beiden Runden noch zu mehr oder weniger mühelosen Erfolgen kamen, gab Tatjana Melamed in Runde drei den ersten halben Zähler ab – gegen Andreas Zech von Eintracht Tangerhütte. In der vierten Runde gab auch Torsten Hansch nicht über ein Remis gegen Zech hinaus. Einzig Walter Schatz gewann seine Partie gegen Bernd Laubsch. In Runde fünf erwischte es den Rathenower dann aber doch: Nach einer ungenauen Eröffnungsbehandlung musste er schnell gegen Tatjana Melamed das Handtuch werfen. Dr. Adebekian hatte sich unterdessen an die Spitze „heran geschlichen“ und trennte sich von Torsten Hansch remis. Mit dem selben Ergebnis endete auch die begegnung zwischen Laubsch und Melamed in der Vorschlussrunde. Am zweiten Brett wahrte Schatz seine Chance auf den Turniersieg mit einem Erfolg gegen Torsten Hansch. Der Gewinner des 2. Stendaler Opens von 1998 und stärkster Akteur der Altmark spielte damit keine Rolle mehr beim Finish.
Vor dem Finale am Sonntag konnten sich noch ganze sieben Spieler Hoffnungen auf eine Platzierung in den Preisrängen machen: Melamed und Schatz, die jeweils 5,0 Zähler auf ihren Konten hatten, sowie Laubsch, Dr. Adibekian, Karl-Heinz Jacobi (SC Salzwedel), Andreas Zech (Eintracht Tangerhütte) und Zhangxian Wang (AE Magdeburg). Nachdem sich Zech und Schatz relativ schnell remis trennten, kam auch Laubsch nicht über eine Punkteteilung gegen den jungen Wang hinaus. Tatjana Melamed hatte mit Karl-Heinz Jacobi den vermeintlich leichtesten Gegner. Nach gut drei Stunden schlug der Angriff der Magdeburgerin durch und Jacobi ergabsich einen Zug vor dem Matt in sein Schicksal. Bedeutend mehr Mühe hatte Dr. Adibekian gegen den Stendaler Robert Scherf, der erst nach tapfer gekämpften vier Stunden kapitulierte.
Von den altmärkischen Startern platzierten sich Andreas Zech, Torsten Hansch und Florian Bednarz (SG Klötze-Süd) in den „Top Ten“. Besonders der Klötzer überraschte mit einer bärenstarken Leistung. Er wie auch Melamed, Dr. Adibekian, Zech und Thüringen-Meister Robin Jacobi (Empor Erfurt) blieben im Turnierverlauf ungeschlagen.
Bei der Siegerehrung zeichneten Turnierleiter Torsten Hansch und Lutz Ahrendt die erfolgreiche U-12-Mannschaft von Energie Stendal aus, die sich in der gerade zu Ende gegangenen Saison Platz eins in der Landesliga sicherte und sich somit für die Norddeutschen Meisterschaften in Kiel qualifizierte. Annika Briese (6 Punkte/7 Partien), Michael Soisson (10/11), Karsten Hansch (12/13) und Stephan Hansch (13/13) erhielten jeweils eine Urkunde. Zudem wurden Karsten und Stephan Hansch in den Kader der Landesschachjugend berufen.
2. Schnellschachmeisterschaft: Spannend bei sechs Teilnehmern
Nur sechs Teilnehmer – im vergangenen Jahr waren es noch zehn – spielten am Freitagabend den neuen Stendaler Schnellschachmeister aus. Titelverteidiger Torsten Hansch (Energie Stendal) erwischten diesmal nicht seinen besten Tag und kam mit 1,5 Punkten nur auf Platz fünf ein. Die Sensation gelang dabei seinem Schützling Annika Briese (Energie Stendal), die ihren Trainer in einem Zeitnotduell bezwang. Vor der letzten Runde sah Steffen Kottke (Stendaler Schachklub) nach einem Remis gegen Dr. Adibekian (PSC Hannover) sowie Siegen gegen Annika Briese, Tosten Hansch und Hermann Eickhoff (SV Gifhorn). Doch ausgerechnet gegen die zweite weibliche Teilnehmerin Antja Wallstabe (SV Gardelegen) musste der 39-Jährige die Waffen strecken. So teilte sich das Dreigestirn Kottke, Dr. Adibekian, Eickhoff das Preisgeld. Nach Wertung kommt der Stendaler auf Platz eins ein (7,75 Punkte), vor Dr. Adibekian (7,25) und Eickhoff (6,25).
3. Blitzmeisterschaft: Stechen um die Plätze zwei bis vier
Nur dreimal musste Dr. Roubik Adebekian ins Remis einwilligen. Nach zudem acht Siegen stand fest: Der Hannoveraner ist neuer Stendaler Blitzmeister. Jeweils ein Unentschieden gestattete er nur Horst Müller (Energie Stendal), Norbert Hartig (Stendaler Schachklub) und Hermann Eickhoff (SV Gifhorn).
Mit einem respektablen Abstand folgten gleich drei Spieler mit jeweils 7,5 Punkten: Steffen Kottke (Stendaler Schachklub), Frank Wiesemann (Eintracht Tangerhütte) und Herman Eickhoff. Um über den finaziell attraktiveren zweiten Platz musste ein Stechen entscheiden. Nach einem 2:0 gegen Wiesemann und einem 1:1 gegen Eickhoff hatte Kottke schließlich das bessere Ende für sich. Eickhoff (zweimal 1:1) kam auf Rang drei ein, Wiesemann wurde Vierter. Nicht minder spannend wurde über die Plätze fünf und sechs entschieden: Hier wies Horst Müller (Energie Stendal) die bessere Wertung gegenüber Norbert Hartig (Stendaler Schachklub) auf.

Partien
Tabelle 11. Schachtage
Fotos 11. Schachtage










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